
ADAS-Kalibrierung am Fahrzeug: wenn Assistenzsysteme neu ausgerichtet werden müssen
Assistenzsysteme wie Spurhalte- oder Abstandsfunktionen arbeiten nur dann sinnvoll, wenn ihre Sensoren richtig ausgerichtet sind. Nach bestimmten Reparaturen oder Ereignissen kann deshalb eine Kalibrierung notwendig werden.
Fahrzeugdiagnose mit Prüfgerätfragen.
Für die Anfrage bereithalten
Marke, Modell, Baujahr und Kilometerstand helfen bei der Vorbereitung. Beschreiben Sie seit wann das Thema besteht, in welcher Situation es auftritt und ob Warnmeldungen angezeigt werden.
Was zu ADAS gehört
ADAS umfasst je nach Fahrzeug Kameras, Radar, Ultraschall oder weitere Sensoren, die Fahrerassistenzfunktionen unterstützen. Eine Kalibrierung betrifft also nicht nur ein einzelnes Teil, sondern das Zusammenspiel von Sensorposition, Fahrzeuggeometrie und Systemerkennung. Für die Werkstatt ist relevant, nach welcher Arbeit oder welchem Ereignis das Anliegen entstanden ist, etwa nach Glasersatz, Fahrwerksarbeiten oder einem Anstoss.
Wann eine Abklärung sinnvoll ist
Hinweise können Warnmeldungen, eingeschränkte Funktionen oder eine auffällige Reaktion der Assistenzsysteme sein. Auch wenn kein Fehler gespeichert erscheint, kann eine neue Ausrichtung nötig sein, wenn sich die Position von Sensoren oder die Fahrzeughöhe verändert hat. Wichtig ist die Frage, ob zuerst eine Diagnose, eine mechanische Prüfung oder die Kalibrierung selbst ansteht, damit der Ablauf zum Fahrzeug passt.
Unterschied zur normalen Elektronikprüfung
Eine ADAS-Kalibrierung ist mehr als das Auslesen eines Fehlerspeichers. Sie verbindet die Prüfung der Sensorik mit der Frage, ob die Fahrzeuggeometrie und die Einbaulage stimmen. Deshalb sollte vor einer Kalibrierung abgeklärt werden, ob Reifen, Fahrwerk, Scheibenbereich oder Stossfänger unauffällig sind. Sonst würde ein System womöglich auf einer falschen Grundlage eingestellt.
Welche Angaben den Aufwand bestimmen
Der Aufwand hängt vom Fahrzeugmodell, den verbauten Assistenzsystemen und dem notwendigen Prüfablauf ab. Zusätzlich können vorherige Arbeiten an Windschutzscheibe, Achsen oder Stossfängern eine Rolle spielen. Sinnvoll ist, der Werkstatt die genauen Veränderungen zu nennen und zu fragen, welche Vorarbeiten nötig sind und ob die Kalibrierung erst nach bestätigter Grundlage durchgeführt werden sollte.