Ausgangslage
Die Corsa‑Klimaanlage musste alle zwölf Monate nachgefüllt werden: Verlust 120 g R1234yf/Jahr. Sichtkontrolle mit UV‑Lampe brachte keinen Befund. Der Kunde wollte eine dauerhafte Lösung statt jährlicher Nachfüll‑Kosten.
Prüfverfahren: Wir evakuierten 240 g Restgas und füllten 95 % Stickstoff + 5 % Wasserstoff auf 20 bar in das System. Ein Sensitron‑Gas‑Sniffer suchte dann nach austretendem Wasserstoff – er entdeckt Löcher ab 0,05 mm. Gleichzeitig nutzten wir ein Ultraschall‑Mikrofon; strömender Stickstoff erzeugt Frequenzen um 40 kHz, die durch Metall hörbar werden.
Fundstelle & Reparatur: Das Sniffer‑Signal stieg an der Hart‑/Flex‑Alu‑Verpressung am Kondensator auf 1 500 ppm; Ultraschall bestätigte es. Wir demontierten den Kondensator, ersetzten O‑Ring und Bördelverschraubung, reinigten Kontaktflächen mit Scotch‑Brite und dichten sie mit 6 Nm Drehmoment. Anschließend führte ein 30‑minütiger Vakuum‑Haltetest bei 2 mbar keinen Druckanstieg → dicht.
Ergebnis: Befüllt wurde mit 440 g R1234yf, Ausblastemperatur 5,2 °C. Eine Nachkontrolle nach vier Wochen zeigte Verlust <1 g – praktisch null. Der Kunde spart künftig 180 CHF/Jahr an Kältemittel, Umweltbilanz freut sich.