Projekt‑Details

Ruhigerer Lauf, niedriger Verbrauch und saubere Start‑Stopp‑Übergänge.

Beim Hybrid zählt jeder Funke: Frische Iridiumkerzen verbessern Effizienz und Startverhalten deutlich.

Ausgangslage

Der Auris Hybrid (2ZR‑FXE) startete bei kaltem Wetter ruppig und wechselte spürbar zwischen E‑ und Benzinbetrieb. Kilometerstand 145 000 km, Zündkerzen noch ab Werk. Verbrauch zuletzt +0,4 l/100 km. Ziel: Zündanlage auffrischen, ohne HV‑Risiko.

Lösung

Fahrzeug in „Maintenance Mode“, 12‑V‑Batterie auf Stützer, Hochvolt‑System blieb unberührt (Zündkerzen liegen im konventionellen Kreis). Nach Demontage der Spritzwandabdeckung lösten wir die Zündspulen, kontrollierten Isolierung und Steckkontakte. Die alten Kerzen zeigten erweiterte Spaltmaße und leichte Randverrußung – typisch nach Langlauf. Wir setzten vier hochwertige Iridium‑Kerzen mit werkskonformem Wärmewert ein, Spaltmaß ab Werk korrekt, Gewinde hauchdünn mit keramikverträglicher Paste benetzt. Anzug mit Drehmoment (≈ 18 Nm) auf sauberem, trockenem Gewinde – wichtig gegen Überdrehen im Leichtmetallkopf. Zündspulen bekamen einen Dielektrik‑Film an den Tüllen. Abschließend lasen wir Fehlerspeicher aus, löschten adaptierte Kurzzeit‑Korrekturen und führten einen 15‑minütigen Lernlauf.

Ergebnis

Der Benziner startet nun weich und fällt sauber in den EV‑Betrieb. Der Leerlauf ist ruhiger, die Verbrennung homogener; eine Probefahrt zeigte –0,3 l/100 km Verbrauch und bessere Gasannahme im Teillastbereich. Kein Klopfen, keine Aussetzer. Empfehlung: Iridiumkerzen alle 120–150 Tkm, Lufteinlass auf Dichtheit prüfen und Filter rechtzeitig wechseln – Hybride reagieren sehr sensibel auf Zündqualität.

Iridiumkerzen halten lange, aber nicht ewig. Mit wachsendem Spaltmaß steigt die Zündspannung – der Funke wandert, Verbrennung wird unsauber, der Hybrid regelt häufiger hoch. Wir arbeiten nach Werksvorgabe: Kerzen nur handwarm einschrauben, dann mit definiertem Drehmoment anziehen, damit die Dichtscheibe korrekt setzt und das Gewinde im Alukopf nicht leidet. Die Spulen bekommen einen dünnen Dielektrikfilm, der Feuchte fernhält; die Adaption löschen wir, damit das Motorsteuergerät sauber neu einlernt. Resultat: sanfte Start‑Stopp‑Übergänge, niedriger Verbrauch und ein Motor, der sich wie frisch gewartet anfühlt – mit Einbauprotokoll und Empfehlung für das nächste Intervall.


07. August 2025
Ölwechsel Longlife

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ECU‑Update

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Kühlmittel‑Spülung

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E‑Wintercheck

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